100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland

Veröffentlicht am 13.11.2018 in Geschlechtergerechtigkeit

Hermine Frey war die erste Frau, die am 18. April 1920 in den Gemeinderat von Eisenberg gewählt wurde. Die 46jährige Hausfrau kandidierte auf der Liste der SPD bei der ersten Gemeinderatswahl nach 1918. Am 05.09.1923 legte Hermine Frey ihr Ratsmandat aus gesundheitlichen Gründen nieder. Nachgerückt ist dann ein Mann. Es sollte noch bis 1956 dauern bis mit der Sozialdemokratin Erna Heister wieder eine Frau in den Eisenberger Gemeinderat gewählt wurde.

Das Wahlrecht für Frauen in Deutschland verkündete am 12. November 1918  die aus der Novemberrevolution hervorgegangene Regierung des Rates der Volksbeauftragten. Damit hatte der jahrzehntelange Kampf der Frauen in verschiedenen Frauenorganisationen Erfolg.

Umgesetzt wurde damit auch eine alte Forderung der SPD. Schon im Erfurter Parteiprogamm von 1891 heißt es:  „Ausgehend von diesen Grundsätzen, fordert die Sozialdemokratische Partei Deutschlands zunächst:

1. Allgemeines, gleiches, direktes Wahl- und Stimmrecht mit geheimer Stimmabgabe aller über 20 Jahre alten Reichsangehörigen ohne Unterschied des Geschlechts für alle Wahlen und Abstimmungen.“   

 
 

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