RHEINPFALZ "Kein Diskurs möglich"

Veröffentlicht am 24.06.2020 in Pressemitteilung

ROCKENHAUSEN: Keller und Linn (SPD) zu Bereitschaftspraxis „Wer dachte, die Sitzung diene der Entscheidungshilfe, wurde bitter enttäuscht. Viele Ratsmitglieder fragten sich, warum sitzen sie dann überhaupt noch hier?“ Das schreiben Timo Keller und Pia Linn, Mitglieder der SPD-Fraktion im VG-Rat Nordpfälzer Land, in einer Stellungnahme zu unserem Bericht „Ändert nichts an unserer Entscheidung“ vom Freitag. Darin war es um die Schließung der Ärztlichen Bereitschaftspraxis (ÄBP) in Rockenhausen zum 1. Juli gegangen.

Wer außerhalb der Sprechzeiten seines Hausarztes erkrankt, wird zukünftig längere Wege in Kauf nehmen müssen

Diese Entscheidung hatten drei Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) im VG-Rat begründet. „Das heißt konkret für viele Menschen in unserer Region: Wer außerhalb der Sprechzeiten seines Hausarztes erkrankt, wird zukünftig längere Wege in Kauf nehmen müssen, um medizinische Hilfe zu erhalten“, so Linn und Keller. Dies abzuwenden und eine Kompromisslösung zu finden, sei ihrer Ansicht nach Sinn und Zweck der Sitzung gewesen. Schließlich fänden sich auf der Homepage der KV „so wohlklingende Aussagen wie: ,Die KV setzt auf eine enge Zusammenarbeit mit den kommunalen Entscheidungsträgern’ oder man wolle ,Diskussionsprozesse in den Kommunen begleiten’.“ Stattdessen sei das Treffen „ein Lehrstück für den Widerspruch zwischen den schönen Worten und der eigentlichen Gangart seitens der KV-Vertreter“ gewesen.Weiter betonen die beiden Mandatsträger, nach der im Vorjahr beschlossenen Verlagerung der Inneren Medizin vom Westpfalz-Klinikum Rockenhausen nach Kirchheimbolanden „folgt nun eine weitere Entscheidung zu Lasten der Bürger der VG Nordpfälzer Land. Es sind nicht nur Arbeitsplätze, die verloren gehen, sondern auch wertvolle medizinische Infrastruktur“. Zeigen werde sich, wie sich der angekündigte ärztliche Fahrdienst etablieren werde und wie die „Wartezeiten“ bis zum Eintreffen sein würden. Ferner seien die KV-Vertreter trotz mehrmaliger Nachfrage die Antwort schuldig geblieben, „warum es den Bürgern der VG Nordpfälzer Land wohl zugemutet werden kann, nach Kirchheimbolanden zu fahren, aber den Einwohnern der VG Kirchheimbolanden wohl nicht nach Rockenhausen“, so Linn und Keller. Zumal von Kibo aus die nächste Bereitschaftspraxis in Alzey per Auto in nur zehn bis 15 Minuten erreichbar sei – ein deutlich geringeres Zeitfenster als die Fahrt von Rockenhausen nach Kirchheimbolanden.

 Es wurden Fakten geschaffen

Die finale Aussage der KV: „Eine Bereitschaftspraxis gehört nicht der Region, sondern uns“, verdeutliche nochmals, „dass es hier eigentlich nicht um das Miteinbeziehen des VG-Rats ging, sondern lediglich die Vorstellung bereits geschaffener Fakten“. Die Meinung der beiden SPD-Ratsmitglieder: „Wenn man will, findet man Lösungen. Wenn man nicht will, findet man Gründe. Schließlich sind es die Bürger, die dieses System mit ihren Kassenbeiträgen und Steuergeldern finanzieren und zu deren Lasten diese Entscheidung nun wieder einmal geht.“ Abschließend weisen Linn und Keller darauf hin, dass sich unsere Region neuerdings gerne als Einzugsgebiet für die Rhein-Main-Region darstelle. „Es ist fraglich, mit welcher Infrastruktur dies geschehen soll, wenn immer weitere wichtige Teile dieser Infrastruktur entfallen.“

 

red/kra Quelle Ausgabe Die Rheinpfalz Donnersberger Rundschau - Nr. 143 Datum Dienstag, den 23. Juni 2020 Seite 15

 
 

Homepage SPD Gemeindeverband Nordpfälzer Land

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