RHEINPFALZ: Zusammenführen und „Vollgas geben“

Veröffentlicht am 23.01.2020 in Pressemitteilung

ALSENZ: Güngör Aydin, Horst Fiscus (beide SPD) und Eugenie Dengel (CDU) sind Beigeordnete der VG Nordpfälzer Land. Bei den Wahlen im VG-Rat haben sich am Dienstagabend die Kandidaten der „Koalition“ erwartungsgemäß durchgesetzt. Bevor Bürgermeister Michael Cullmann seine Stellvertreter vereidigt hat, gab’s dennoch ein paar kleinere Überraschungen. Von Rainer Knoll

Nicht unbedingt zu vermuten war etwa, dass für alle drei Ämter lediglich der gemeinsame Wahlvorschlag von SPD (13 Sitze) und CDU (7) eingereicht worden ist. Die beiden größten Fraktionen im VG-Rat, die Ende Dezember ihre Zusammenarbeit in einer Pressemitteilung angekündigt hatten (wir berichteten), verfügen zusammen über eine Mehrheit von 20 der insgesamt 32 Mandate. Die Freie Liste Nordpfalz, die FDP (jeweils 4 Vertreter) und Bündnis 90/Die Grünen (drei) haben keine eigenen Bewerber für die Beigeordneten-Wahlen gestellt. Komplettiert wird das Gremium von Helmut Faller (fraktionslos).Somit konnten die 31 Ratsmitglieder – Michael Vettermann (FDP) fehlte entschuldigt – in allen drei Durchgängen jeweils nur mit „Ja“ oder „Nein“ votieren. Keine Sensation, aber doch etwas unerwartet waren die Resultate für die Kandidaten: Aydin ist mit 24:7-Stimmen zum ersten, Dengel (23:8) und Fiscus (22:8, eine ungültige) sind zu weiteren Beigeordneten gewählt worden. Das heißt, auch aus der Opposition haben einige Ratsmitglieder das Trio unterstützt. Zäh ging die Wahlhandlung selbst vonstatten: Eine Abstimmung per Handzeichen war laut Gemeindeordnung nicht möglich – die rund 20 Besucher in der Nordpfalzhalle mussten sich daher über eine Stunde gedulden, ehe VG-Chef Michael Cullmann (SPD) seine Stellvertreter ernannt, vereidigt und ins Amt eingeführt hat.

Aydin: Etwas auf die Beine stellen„Sehr, sehr zufrieden“ zeigte sich Güngör Aydin mit seinem Ergebnis: „Das bedeutet ja, dass einige Ratsmitglieder nicht durch die Parteibrille geschaut, sondern mich als Person gesehen haben“, freute sich der 43-Jährige im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Der verheiratete Vater eines erwachsenen Sohnes ist 2006 in die SPD eingetreten, er lebt im Rockenhausener Stadtteil Dörnbach. Den dortigen SPD-Ortsverein führt der als Bauaufseher beim Landesbetrieb Mobilität tätige Straßenbauermeister seit 2015. Zwei Jahre später hat er den Vorsitz des SPD-Gemeindeverbandes Rockenhausen übernommen und diesen auch 2018 nach der Fusion mit den Genossen aus Alsenz-Obermoschel behalten. Sein Ziel sei es, Cullmann zu unterstützen, vor allem aber „für die neue VG Nordpfälzer Land mitzuarbeiten, für die Menschen hier etwas auf die Beine zu stellen“. Ferner möchte er „das Bindeglied zwischen Rathaus und Bevölkerung sein“. Aydin versprach, in seiner Funktion „nicht zuzuschauen, sondern aktiv mitzugestalten und Vollgas zu geben. Ich werde helfen, wo ich gebraucht werde.“

Dengel: Beigeordnete für alle„Eine Beigeordnete für alle Bürger, über Partei- und die ehemaligen VG-Grenzen hinweg“ möchte Eugenie Dengel sein. 1999 trat sie in die CDU ein; ab dem gleichen Jahr gehörte die Alsenzerin dem Gemeinderat an – als zweite, später als erste Beigeordnete. Nach einer berufs- und persönlich bedingten Pause ist die 64-Jährige im Vorjahr wieder ins Ortsgremium gewählt worden, im VG-Rat war sie durchgängig Mitglied. „Im Vorfeld hat es durch die Fusion viele Unstimmigkeiten gegeben. Mein Ziel ist es, die Menschen zusammenzuführen“, so die verheiratete Mutter einer erwachsenen Tochter zur RHEINPFALZ. 47 Jahre arbeitete sie in der Verwaltung des Diakonie-Krankenhauses in Bad Kreuznach, seit 2019 ist sie in Ruhestand. Dengel, die auch kirchlich und als ehrenamtliche Richterin engagiert ist, wünscht sich für ihre Aufgabe, „mit allen Parteien vertrauensvoll, fair und sachlich zusammenzuarbeiten, damit die gesteckten Ziele für unsere neue VG gemeinsam verfolgt beziehungsweise erreicht werden“.

Fiscus: Neuen Anfang mitgestaltenAuf langjährige kommunalpolitische Erfahrung blickt Horst Fiscus zurück: 1992 in die SPD eingetreten, war er zunächst zweiter, später erster Beigeordneter von Gaugrehweiler. Von 2009 bis 2019 fungierte er dann als Ortschef der Appeltal-Gemeinde, war ferner ab 1999 Mitglied des VG-Rates Alsenz-Obermoschel. Anfang 2017 wurde der pensionierte Polizeibeamte von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) im Fusionsprozess zum VG-Beauftragten ernannt. Nach einem Jahr berief die ADD Tanja Gaß zu seiner Nachfolgerin – auch weil der Verbandsgemeinderat sich gegen eine Verlängerung von Fiscus’ Tätigkeit ausgesprochen hatte. Dieser hat das für ihn persönlich schwierige Jahr längst abgehakt, wie der verheiratete – jeweils doppelte – Vater und Opa im RHEINPFALZ-Gespräch versicherte: „Wir haben einen Neustart unter dem Motto ’Aus zwei mach’ eins’.“ Daher gelte es nun, nach vorne zu schauen und die sich aus dem Zusammenschluss ergebenden Möglichkeiten für die Bevölkerung zu nutzen. Der 61-Jährige: „Ich will versuchen, die Zukunft der neuen Verbandsgemeinde positiv mitzugestalten.“

Keine GeschäftsbereicheVerzichtet hat Cullmann darauf, dem Rat die – mit einer höheren Aufwandsentschädigung verbundene – Bildung von Geschäftsbereichen für die Beigeordneten vorzuschlagen. Stattdessen ist in der Hauptsatzung, die der Rat ebenfalls verabschiedet hat (Bericht folgt), das Einsetzen zweier VG-Beauftragter verankert worden: einer für die Förderung der Jugend- und Sozialarbeit, der andere für das Zusammenwachsen der VG Nordpfälzer Land, insbesondere das Projekt „Alte Welt“ und die Tourismusförderung. Sie erhalten eine Aufwandsentschädigung von monatlich 30 Euro (plus Fahrtgeld), ihre Wahl im VG-Rat kann erst nach Veröffentlichung der Hauptsatzung erfolgen.Winfried Hammerle kritisierte für die Freie Liste Nordpfalz, dass „für uns nicht ganz ersichtlich ist, wieso es zu einzelnen Bereichen nochmals eigene Beauftragte geben soll“. Gremien und Institutionen gebe es in der neuen VG doch „jede Menge“. Das Geld für diese Ämter müsste dann an anderer Stelle vielleicht wieder eingespart werden. Cullmann entgegnete, dass es dafür keine Geschäftsbereiche für die Beigeordneten gebe und „der Bürgermeister in allen Ausschüssen den Vorsitz führt“. Zudem seien die den Beauftragten zugewiesenen Bereiche besonders wichtig beziehungsweise „Zukunftsthemen“. Da sei es seiner Auffassung nach „nicht von nachgeordneter Bedeutung, jemanden zu haben, der uns vor einer Entscheidung noch auf den einen oder anderen Punkt hinweisen könnte“. Quelle Ausgabe Die Rheinpfalz Donnersberger Rundschau - Nr. 19 Datum Donnerstag, den 23. Januar 2020 Seite 11

 
 

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