Für den Erhalt der Inneren Medizin in Rockenhausen!

Veröffentlicht am 14.06.2018 in Pressemitteilung

Am 19.6.2018 um 15 Uhr soll der Kreistag über die Verlagerung der Abteilung „Innere Medizin“ vom Krankenhaus Rockenhausen nach Kirchheimbolanden beschließen. Ein Ja würde das Ende der „rund um die Uhr“ bestehenden Notfallversorgung im Alsenztal bedeuten. Geschäftsführung des Westpfalzklinikums und Landrat halten dies für unausweichlich. Wir möchten Sie informieren, warum wir nach den bislang vorliegenden Informationen keine Veranlassung sehen, unseren Kampf für den Erhalt des Akutkrankenhauses Rockenhausen inklusive einer stationären Inneren Abteilung einzustellen.
Wir sehen vieles anders:

Die Krankenhausversorgung im Donnersbergkreis muss für alle Menschen gleich gute Leistungen bringen. Die vorliegende Beschlussvorlage erfasst weder gänzlich die Problemstellung, noch sind die vorliegenden Informationen ausreichend, um am 19.6. einen Beschluss zu fassen.
Die Konsequenzen eines solchen Beschlusses wären schwerwiegend, eine Verlagerung würde den Donnersbergkreis teilen: In einen Bereich, in dem ein Krankenhaus der Grundversorgung von jedem Ort in maximal 15 bis 20 Minuten erreichbar ist und in einen Bereich, in dem sich diese Zeit für die meisten verdoppelt und zum Teil noch darüber liegt.
Darüber hinaus würde es den Verlust von Arbeitsplätzen, Infrastruktur und Wirtschaftskraft im strukturell ohnehin benachteiligten Teil des Kreises zur Folge
haben. Dies wäre ein schlimmes Signal der Kreispolitiker an die Menschen im Westteil des Donnersbergkreises.
Einer Vorlage, die dies zur Folge hat, können wir nicht zustimmen. Weder wurde bislang der Kreistag öffentlich informiert, noch lokale Ärzte dazu befragt oder gar eine unparteiische Stellungnahme eingeholt. Wir fordern eine Prüfung von Alternativen zur derzeitigen Planung durch unabhängige Sachverständige und die Beteiligung der Bevölkerung. 9.000 Unterschriften, überwiegend aus den Verbandsgemeinden Alsenz-Obermoschel, Winnweiler und Rockenhausen in 14 Tagen sprechen für sich!
Der Kreis holt Gutachten für Brandschutz, Energie, ÖPNV oder Müll ein und nun sollen die Mitglieder des Kreistages einer Beschlussvorlage zur Gesundheitsversorgung zustimmen, die ohne jegliche medizinische Begründung vorgelegt wird. Zu welchem Zeitpunkt wurden welche Mediziner in die Planungen zur Verlagerung einbezogen? Beim gemeinsamen Gespräch von Landrat Guth und den Fraktionsvorsitzenden im Mainzer Gesundheitsministerium saß kein einziger Mediziner am Tisch!
Vor einer Entscheidung müssen die Verantwortlichen in Kreis und Geschäftsführung bei der Gesundheitsministerin in Mainz beantragen, dass auch medizinische Aspekte bei der Umstrukturierung der Krankenhäuser im Donnersbergkreis sachverständig überprüft werden können. Wir sind davon überzeugt, dass die Landesregierung diesem Wunsch nachkommt. Erst danach ist überhaupt eine fundierte Entscheidung möglich.
Das Krankenhaus in Rockenhausen hat im vergangenen Jahr an einem Modellprojekt zur „Sicherstellung der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum“ teilgenommen. Das erarbeitete Konzept beruht auf einer Inneren Abteilung. Die Ergebnisse dieses Projektes haben in den derzeitigen Planungen keine Rolle mehr gespielt.
Wir haben dem Landrat des Donnersbergkreises eine Liste mit mehr als dreißig drängenden Fragen vorgelegt, sicher werden sich bei der Sitzung des Kreistages weitere Fragestellungen ergeben. Darauf erwarten wir Antworten!
Die Planung darf nicht kurzsichtig sein. Dabei haben wir auch die Sicherstellung der Notfallversorgung in Kirchheimbolanden im Blick. Denn was wird aus dem Standort Kirchheimbolanden, wenn die Forderung nach einer Mindestzahl von 500 Betten Realität wird? Wird dann das nächste Krankenhaus geschlossen?
Wir fordern eine nachhaltige, an den Bedürfnissen der Patienten orientierte, medizinische Planung zur Sicherstellung der Gesundheitsversorgung im Donnersbergkreis und mehr als eine Abteilung für Geriatrie in Rockenhausen.

Zeitung für den Donnersbergkreis
Herausgeber: SPD Kreisverband Donnersberg
Verantwortlich: Tristan Werner
Bahnhofsstraße 3a 
67806 Rockenhausen

 
 

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Gustav Herzog. Für die Region.

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