Die Mitglieder des SPD Ortsvereins Kirchheimbolanden haben in ihrer Sitzung am 25.04.2016 mit großer Sorge zur Kenntnis genommen, dass die Öffnungszeiten der Notdienstzentrale in Kirchheimbolanden deutlich reduziert werden sollen. Verantwortlich für den Betrieb der Bereitschaftsdienstzentrale ist die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz. Diese beabsichtigt offensichtlich, diese Einrichtung montags, dienstags und donnerstags zu schließen, so dass der kassenärztliche Notfalldienst an diesen Tagen von Alzey aus erfolgen muss; Patientinnen und Patienten müssen an diesen drei Tagen dann auch nach Alzey fahren.
Dies ist eine deutliche Verschlechterung der medizinischen Versorgung in der Region. Patientinnen und Patienten müssen weitere Wege auf sich nehmen und umgekehrt müssen die Ärzte der Bereitschaftsdienstzentrale Alzey längere Wegstrecken zu Hausbesuchen bewältigen. Auch die Versorgung unserer Pflegeeinrichtungen wird während dieser Zeit nur noch von Alzey aus gewährleistet.
Dankbar haben die Mitglieder des SPD Ortsvereins registriert, dass sich die niedergelassenen Ärzte in der Region ebenfalls gegen dieses Vorhaben der Kassenärztlichen Vereinigung wehren. Im Laufe dieser Woche werden in den Arztpraxen Unterschriftslisten ausgelegt. Patientinnen und Patienten können so durch eine Unterschrift gegen das Vorhaben der Kassenärztlichen Vereinigung protestieren. Landrat Werner informierte, dass auch bei der Kreisverwaltung solche Unterschriftslisten ausgelegt werden.
Der SPD Ortsverein Kirchheimbolanden protestiert gegen diese beabsichtigte Teilschließung der Bereitschaftsdienstzentrale in Kirchheimbolanden und fordert die Kassenärztliche Vereinigung auf, dieses für unsere Menschen nachteilige Vorhaben aufzugeben. Die Sicherheit der medizinischen Versorgung der Menschen hat absoluten Vorrang vor vielen anderen Überlegungen. Deshalb wird sich auch der SPD Ortsverein Kirchheimbolanden aktiv gegen die beabsichtigte Schließung wenden
Andreas Müller